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  • Blähungen beim Fliegen – 10 Tipps die wirklich helfen

    Blähungen beim Fliegen – 10 Tipps die wirklich helfen

Es gibt Themen, über die spricht man gern – und andere, bei denen man sich ein bisschen ziert. Oder kannst Du Dir vorstellen, mit Deinen Mitreisenden in der Wartehalle angeregt über Blähungen beim Fliegen zu sprechen, anstatt über Deine letzte Reise?

Doch ob man darüber redet oder nicht: Das unangenehme Drücken und Grummeln im Bauch ist für viele Menschen beim Fliegen nun einmal Realität. Warum neigen wir auf Flügen eigentlich zu Völlegefühl, Verstopfung und Blähungen – und was kann man dagegen tun?

Ursachen von Blähungen auf Flügen

Hinsetzen, zurücklehnen und den Blick aus dem Fenster genießen – Fliegen kann so schön sein. Aber es gibt auch eine andere Seite – denn für unseren Verdauungstrakt sind Flüge eine echte Herausforderung. Fakt ist: Viele Menschen leiden beim Fliegen unter Magendruck und Blähungen. Das gilt insbesondere für Langstreckenflüge. Aber auch auf kurzer Strecke können sich die Probleme schon bemerkbar machen.

Selbst Lebensmittel, die normalerweise anstandslos vertragen werden, können während eines Fluges Schwierigkeiten bereiten. Die Gründe dafür sind vielfältig:

  • Das lange Sitzen ohne Bewegung führt zu Darmträgheit. Die Verdauung verlangsamt sich, Verstopfungen können entstehen.
  • Selbst wenn Du keine Flugangst hast, ist ein Flug meistens mit Stress verbunden. Die Anspannung kann die Verdauung blockieren.
  • Bei Langstreckenflügen wird Dein Tag-Nacht-Rhythmus ordentlich durcheinander gewirbelt. Das belastet die Verdauung ebenfalls.

Berühmt berüchtigt: Der Boeing-Belly

Hast Du schon einmal vom Boeing-Belly gehört? Viele Flugreisende kennen den Begriff nicht, doch unter Crew-Mitgliedern ist er berühmt-berüchtigt. Boeing-Belly, auf Deutsch also Boeing-Bauch, nennt man den Blähbauch, der typischerweise beim Fliegen auftritt. Der Boeing-Belly betrifft grundsätzlich jeden von uns, auch wenn er unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann. Er wird durch biologische und physikalische Gesetzmäßigkeiten verursacht, denen wir alle unterliegen.

Bei unseren Verdauungsprozessen entstehen Gase. Ein Großteil davon tritt über die Darmwand in den Blutkreislauf ein, wird dort abgebaut und durch das Ausatmen ausgeschieden. Nur ein gewisser Gasüberschuss von täglich etwa einem halben bis anderthalb Litern verbleibt im Darm und führt zu den ungeliebten Flatulenzen.

Der Knackpunkt: Ab etwa 3.500 Metern Flughöhe funktioniert unser Organismus nicht mehr wie auf dem Boden. Die Gase können nicht mehr abgebaut werden, sondern bleiben im Verdauungstrakt – und plagen uns als drückende Darmwinde. Doch das ist nur ein Teil des Ungemachs: Hinzu kommt, dass sich die Gase bei dem sinkenden Luftdruck in der Höhe auch noch ausbreiten – und zwar um etwa 40 Prozent.

Blähungen entstehen also nicht nur schneller, sie werden auch noch verstärkt – und sind so besonders unangenehm. Um den Boeing-Bauch zu vermeiden, hilft also nur eines: Die Entstehung von Gasen von Anfang an so gut es geht zu unterbinden.

Blähungen beim Fliegen: Darauf solltest Du achten

 Mit einigen Verhaltens- und Essregeln kannst Du Blähungen und Verdauungsbeschwerden auf Flügen vorbeugen – oder zumindest dafür sorgen, dass sie sich in Grenzen halten. Grundsätzlich solltest Du ein gesteigertes Augenmerk darauf legen, was Du vor und während des Fluges zu Dir nimmst. Lebensmittel dürfen Deine Verdauung nicht zu sehr belasten. Gleichzeitig sollten Deine Mahlzeiten aber auch ausgewogen und nährstoffreich sein, damit Du fit am Zielort ankommst.

Hier sind 10 Tipps, mit denen Du Verdauungsbeschwerden und Blähungen beim Fliegen entgegenwirken kannst.

 

 

1.) Tomate und Paprika statt Blumenkohl und Bohnen

Frisches Gemüse ist lecker und gesund. Vor und während Deiner Reise solltest Du auf Gemüsesorten, die blähen können, aber verzichten. Zu den blähenden Gemüsesorten gehören alle Arten von Bohnen, Linsen und Kohl – darunter fallen auch Blumenkohl und Broccoli. Rohe Salate können ebenfalls Gasbildung verursachen. Gekochte Tomate, Paprika, Champignons, Zucchini oder Aubergine neigen dagegen nicht dazu, Blähungen zu verursachen. Allgemein ist eine leichte mediterrane Küche vor dem Flug eine gute Wahl.

2.) Finger weg von Fast Food

Du hast gepackt, bist zum Flughafen gefahren – und merkst plötzlich, wie hungrig Du bist. Kein Wunder, dass Du anfällig bist für die Fast Food Verlockungen in der Flughalle: Pommes, Döner, Burger & Co lassen sich schnell noch in der Wartehalle verzehren, bevor Du eincheckst. Doch fettiges Essen sollte vor dem Fliegen Tabu sein. Es kann nicht nur zu unangenehmen Völlegefühlen und Blähungen führen, sondern auch zu Sodbrennen und Übelkeit. Vor dem Flug heißt es deshalb: Finger weg von Fast Food oder Frittiertem.

Es gibt bekömmlichere – und gesündere – Arten, seinen Hunger zu stillen. An einigen Flughäfen werden beispielsweise frische Smoothies angeboten (aber Vorsicht – hier sollten keine blähenden Obst- oder Gemüsesorten enthalten sein). Auch gut bekömmliche Meal Replacement Shakes, also flüssige Mahlzeiten (siehe Tipp 4), sind dafür gut geeignet.

3.) Nüsse und vollwertige Sandwiches

Wer an Bord etwas essen möchte, bringt es im Idealfall selbst mit. Zwar achten die Fluggesellschaften in der Regel darauf, keine allzu blähenden Speisen anzubieten. Doch wenn Du Deine eigenen Snacks mitbringst, weißt Du genau, was darin steckt – und kannst auf besonders verdauungsschonende Mahlzeiten achten. Gut geeignet sind zum Beispiel ungesalzene, ungeröstete Nüsse wie Walnüsse, Erdnüsse oder Haselnüsse. Auch selbstgemachte, leichte Sandwiches mit Vollkornbrot, Tomaten und Gurken sind eine leckere und bekömmliche Alternative.

4.) Meal Replacement Shakes

 Dein Verdauungstrakt wird durch das viele Sitzen beim Fliegen träge. Eine halbflüssige oder flüssige Nahrung kann für ihn leichter zu verarbeiten sein. Außerdem nimmst Du so mehr Flüssigkeit auf – das ist für den Verdauungsprozess wichtig. Vor und während des Fliegens sind deshalb Meal Replacement Shakes eine gute Wahl. Ursprünglich wurde diese flüssige Nahrung als Astronautenkost entwickelt, um die Verdauung im Weltall zu regulieren.

Die Shakes gibt es in den verschiedensten Geschmacksrichtungen. Das Besondere: Sie stecken voller Nährstoffe und ersetzen eine ganze Mahlzeit. Meist bestehen sie aus einem feinen Pulver, das schnell angerührt werden kann – deshalb nennt man sie auch Pulvernahrung. Einige Flüssignahrungen, wie beispielsweise von der Marke Ambronite, wurden speziell für eine gute Verträglichkeit konzipiert. Wenn Du Dich über geeignete Produkte informieren möchtest, findest Du auf dem Portal Bayze.de Testberichte und Vergleiche über Meal Replacement Shakes.

5.) Scharfe Gewürze und Espresso vermeiden

Die Bordtoilette ist sicher der letzte der Ort, an dem Du die Reise genießen möchtest! Ähnlich lästig wie Blähungen können deshalb stark verdauungsfördernde Lebensmittel wirken. Sauerkraut, Trockenfrüchte oder Kaffee, insbesondere Espresso, können abführend wirken. Auch besonders scharf gewürzte Speisen haben einen solchen Effekt. Sicherheitshalber solltest Du diese Lebensmittel deshalb vor einem Flug lieber meiden.

6.) Nicht so hastig

Eigentlich wissen wir es ja alle: Bei schnellem, hastigen Essen sind Verdauungsprobleme vorprogrammiert. Wir verschlucken dabei viel Luft, die zu Blähungen führen kann. Nachlässiges Kauen sorgt dafür, dass der Verdauungstrakt umso mehr Arbeit bei der Weiterverarbeitung der Nahrung hat. Vor und während Flügen gilt deshalb ganz besonders: Essen sollte langsam und bewusst genossen werden. Achte darauf, kleine Happen zu Dir zu nehmen und sie intensiv zu kauen, bevor Du sie schluckst.

7.) Weniger ist mehr

 Grundsätzlich gilt: Sich vor oder während des Fluges den Bauch noch einmal richtig vollzuschlagen, ist gar keine Gute Idee. Iss lieber nur eine leichte, kleine Mahlzeit – oder mehrere Kleinigkeiten mit einigen Pausen dazwischen. Achte auf Deinen Körper – wenn er Dir sagt, dass er nicht mehr hungrig ist, dann solltest Du mit dem Essen auch aufhören.

8.) Stilles Wasser und Kräutertee

 Durch das lange, bewegungsarme Sitzen verspürst Du vielleicht weniger Durst als sonst. Viel trinken ist aber gerade auf Flügen wichtig. Die Luft im Flugzeug ist durch die Klimatisierung oft sehr trocken. Deine Atemwege und Schleimhäute können austrocknen und anfälliger für Infekte werden. Flüssigkeitsmangel kann auch zu Verstopfung und vermehrter Gasbildung führen. Ein großes Glas Wasser pro Stunde solltest Du deshalb auf jeden Fall trinken. Ungesüßter Kräutertee ist ebenfalls eine gute Wahl – aber Vorsicht, Teesorten mit Fenchel, Anis oder Kamille können abführend wirken.

Wichtig: Verzichte auf Softdrinks oder Getränke mit Kohlensäure, denn die können für gehörige Darmwinde sorgen. Dasselbe gilt auch für Alkohol – das beliebte Gläschen Sekt oder Champagner an Bord kann Dir Deine Verdauung ganz schön übel nehmen.

9.) Verdauungspause einlegen

 Ein Langstreckenflug kann ziemlich langweilig sein – schnell knabbert man da die ganze Zeit an etwas herum. Zwischen Mitternacht und drei bis vier Uhr morgens sollten Magen und Darm jedoch eine Verschnaufpause erhalten. Gönn Dir in dieser Zeit lieber ein Nickerchen – und Deiner Verdauung etwas Ruhe.

10.) Notfallapotheke

Wenn der Boeing-Belly trotz allem richtig zugeschlagen hat, kannst Du zu rezeptfreien Arzneimitteln greifen. Medikamente mit den Wirkstoffen Dimeticon und Simeticon lösen die Gase im Darm auf und sorgen so für Entlastung bei Blähungen.

Fazit: Dem Boeing-Belly vorbeugen

Wenn Du die Ursachen von Blähungen beim Fliegen kennst, kannst Du besser vorbeugen. Und wenn es doch dazu kommt, dass es im Bauch drückt und rumort? Ärzte raten: Nicht unterdrücken – das ist ungesund. Lieber aufstehen, auf die Bordtoilette gehen und dort diskret für Entlastung sorgen.

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