Mit Air France fliegt Frankreich

Das Unternehmen Air France ist eine französische Luftfahrtgesellschaft. Gemeinsam mit dem niederländischen Flugunternehmen KLM bildet Airfrance die Muttergesellschaft Air France-KLM. Zudem ist das Unternehmen seit deren Gründung Mitglied in der Luftfahrtallianz SkyTeam.

Der Stammsitz der Fluggesellschaft ist Paris, entsprechend ist Paris-Charles de Gaulle der Heimatflughafen. Unter der Leitung von Chief Executive Officer CEO Pierre-Henri Gourgeon betreute das Unternehmen im Jahr 2009 ein Fluggastaufkommen von 74,8 Millionen Menschen in Zusammenarbeit mit KLM. Zur Flotte des Unternehmens gehören 391 Maschinen, für insgesamt 50 Flugzeuge wurden bereits Bestellungen aufgegeben. Auf Grund der inländischen Gesetzgebung darf die Air France nur Flugzeuge ab 100 Sitzplätzen und aufwärts betreiben. Dieses Gesetz wurde zum Schutz kleiner und regionaler Airlines verabschiedet. Das Unternehmen umgeht dieses Gesetz jedoch, indem kleine Gesellschaften gezielt aufgekauft wurden und die Maschinen trotzdem die Lackierung der Air France tragen. Als Drehkreuze des nationalen und internationalen Flugverkehrs gelten die beiden Flughäfen Paris-Charles de Gaulle mit dem 1982 eigens für Air France eröffneten Terminal 2 und Paris-Orly mit dem bei Fluggästen begehrten Terminal Orly-Ouest. Bei Umsteigeverbindungen im internationalen Flugverkehr wird durch die etwas ungünstigen Regelungen oftmals ein Flughafenwechsel innerhalb von Paris erforderlich.

Eine stolze Geschichte belebt das Geschäft


Die Geschichte der Air France geht auf das Jahr 1909 zurück, als mit Flugbooten in Paris der Flugverkehr aufgenommen wurde. Dies geschah damals durch die Compagnie Générale Transaérienne. Ab 1920 erfolgten diverse Fusionen der Fluggesellschaften in Frankreich. Immer wieder ging die eine Gesellschaft in einer anderen auf. Schließlich schlossen sich 1933 die Gesellschaften CIDNA Société Centrale pour l'Exploitation de Lignes Aériennes (SCELA), Air Orient, Air Union und Société Générale de Transport Aérien (vormals Lignes Farman) zusammen. Im August 1933 wurde von dieser Vereinigung noch die in Insolvenz geratene Aéropostale übernommen. Die Vereinigung wurde daraufhin in Air France umbenannt. Am 7. Oktober 1933 erfolgte dann die offizielle Einweihung der Gesellschaft in Le Bourget am Pariser Flughafen. Von der mit in der Gesellschaft aufgegangenen Air Orient übernahm das Unternehmen zum einen die Geschäftsräume in der Pariser Straße Rue Marbeuf und zum anderen das damalige Logo der Fluggesellschaft. Es handelte sich dabei um ein geflügeltes Seepferdchen.

Rege Aktivitäten im Bereich der Gesellschafter


Die Geschichte der Gesellschaft blieb auch weiterhin von wechselseitigen Übernahmen, Beteiligungen und Fusionen geprägt. Am 3. Juni 1998 musste der Statuts Nationale Gesellschaft aufgegeben werden. Seit dem 22. Februar 1999 wird das Unternehmen daher an der Börse gehandelt, wobei die eigenen Mitarbeiter 72 Prozent der Aktien ihres Unternehmens selber halten. Im Juni 1999 erfolgte die Mitbegründung der Allianz SkyTeam, mit deren Mitgliedern seither zahlreiche Codeshareprogramme betrieben werden. Mit der Übernahme der niederländischen Fluggesellschaft KLM im Mai 2004 gelang es, die Airfrance-KLM zum größten Flugunternehmens Europas und, gemessen am Umsatz zum größten Flugunternehmen der Welt, zu machen. Bedingt durch die Wirtschafskrise jedoch wurde im Geschäftsjahr 2008/2009 ein Verlust in Höhe von 814 Millionen Euro verbucht.